Kasachstan - "Haus der Hoffnung" für Frauen in Not

Am Ende ihrer Kräfte

März 2020

Zweifache Mutter kann nicht mehr. Mayak ist ihre letzte Hoffnung.

Ihr Körper ist zu einer Statue erstarrt. Mit großen Augen schaut das Mädchen die Sozialarbeiterin an. Sie spricht kein Wort, obwohl Sophia *, so heißt sie, sehr wohl reden kann, wie die Fürsorgerin in den folgenden Wochen herausfinden wird. An diesem Morgen hat sich Mutter Lena * mit ihren beiden Kindern ins Büro von Mayak gewagt. Die Mutter ist am Ende, sie weiß nicht mehr weiter. Organisation Mayak, übersetzt heißt dies Leuchtturm, ist ihre letzte Hoffnung.

Sophia war gerade mal  ein Jahr alt, als die Ehe ihrer Eltern in die Brüche ging. Mutter Lena musste damals hart arbeiten, um beide Kinder zu versorgen. Oft blieben die Kleinen alleine hinter verschlossenen Türen zu Hause. Das Geld reichte nie aus, sie zogen von Schlafplatz zu Schlafplatz. Die Mutter wurde depressiv, lag oft nur noch im Bett und sprach nicht mehr mit ihren Kindern. Lieblosigkeit und harte Worte sind Alltag für ihren Nachwuchs. Sophia hat dies ängstlich und im wahrsten Sinne sprachlos gemacht. Außerdem sind beide Kinder durch Mangelernährung krank.

Als die Familie der Sozialarbeiterin von Provide an diesem Augustmorgen ihre Not schilderte, war klar: Wenn Mutter und Kinder nicht schnell Hilfe bekommen, dann wird dies böse enden! Wer hilft für Sophia und unterstützt ihrer Mutter, wieder ihren Platz in der Gesellschaft zu finden?

Solche Situationen zerreißen den Mitarbeitern regelmäßig fast das Herz. Häusliche Gewalt, strenge Traditionen, Verbote und männliche Dominanz sind Realität in Kasachstan. 40 Prozent aller Frauen erleben Gewalt und Missbrauch durch ihren Partner. Jedes Jahr begehen ca. 700 Frauen Selbstmord, um der Brutalität im eigenen Haus zu entfliehen.

Schutz für Frauen, die keine Chance haben

2018 entstand in Shymkent die gemeinnützige Organisation MAYAK (Leuchtturm). Mayak holt Frauen von der Straße und hilft ihnen und ihren Kindern bei der Aufarbeitung der Folgen von Gewalt. Sie erhalten professionelle, psychologische Beratung und entwickeln neue Lebensperspektiven.

Haus der Hoffnung für Frauen in Not

Um diese Arbeit für Frauen mit ihren Kindern in Not auszubauen ist ein „Haus der Hoffnung“ geplant. Mayak konnte ein großes Gelände erwerben. Sie zogen eine Mauer um das Grundstück und pflanzten einen kleinen Obstgarten an. Mittendrin soll das Haus der Hoffnung entstehen. Es wird Platz für 6 Frauen mit ihren Kindern bieten, eine Wohneinheit für eine Mitarbeiterin sowie Räume für Kinderbetreuung, kreative und schulische Tätigkeiten und ärztliche und psychologische Betreuung. Zusätzlich sind einige Büroräume und eine große Küche mit Speiseraum geplant. Baubeginn ist im Sommer 2020 beabsichtigt.

Das Schicksal von Sophia und ihrer Familie berührt Sie und Sie möchten die Arbeit unter benachteiligten Frauen in Kasachstan unterstützen?

Gerne können Sie Teil dieser Arbeit zu werden:

Unterstützen Sie die die Arbeit unter hilfebedürftigen Frauen in Shymkent und den Bau eines neuen Frauenschutzhauses mit Ihrer Spende. Geben Sie im Verwendungszweck als
Spendencode an: P4606 Kasachstan, Leuchtturm

Vielen herzlichen DANK!